Überlegungen.

Hallo meine Lieben,

ich war jetzt lange weg und habe mich nicht um euch gekümmert, so wie ich es gerne gehabt hätte.
Dafür wollte ich mich entschuldigen, aber diese Auszeit hat mir sehr viel zu denken gegeben, über mich, über das Leben im Allgemeinen und über die Zukunft.
 
Ich habe in den letzten Wochen einige Situationen erlebt die mich geändert haben, in meinen Gedanken aber auch in meinem Körper. Ich habe mich ziemlich schwer verletzt und habe kämpfen müssen um schnell und lautlos wieder in arbeitsfähige Verfassung zu gelangen. Dieser Stress, dieser Kampf, diese Angst um meinen Job und meine Zukunft haben mich sehr nachdenklich gemacht und plötzlich habe ich mich selber gefragt ob es möglich ist, mit Ende 40, erwachsen zu werden.
 
Nein, ich erlebe nicht gerade eine Midlife Crisis, ich habe den Atem der Zeit in meinem Nacken gespürt und das hat mir Angst gemacht.
 
Ich weiss, es ist alles sehr kryptisch und unklar, und das ist so weil, in mir, alles noch sehr unruhig ist
und arbeitet
und wühlt
und stellt Fragen,
und bekommt keine Antworten.
 

Es gibt Momente im Leben die uns definieren,

wo wir entscheiden mussten: „nach links oder nach rechts“, wo wir unseren Mut zusammengetrommelt haben und etwas gemacht, gesagt, aufgehört, verlassen oder angefangen haben, trotzdem wir gedacht haben dass es unmöglich ist. Wir haben es aber getan.
 
Wie haben wir uns, unmittelbar danach, gefühlt? Ich spüre es noch in meinen Knochen, diesen Stolz, diese Freiheit, dieses Vertrauens in die Zukunft, in das was auf uns zukommt.
Es war gut.
 

Diese Meilensteine sind oft zu wenig, … schade. 

Schade weil wir es verdient haben, öfter dieses Hoch zu erleben.
Wir arbeiten, lieben unsere Familien, haben Sex, essen, treffen uns mit Freunden, folgen unsere Hobbies… alles in einen Traumzustand, wie wenn wir auf etwas anderes warten würden.
 
Und das ist meine Überlegung: „Hören wir auf zu warten!“
 
Stefan Brandtner, ein sehr guter Freund von mir und Querdenker, hat mir sehr viel erzählt, aber eine Sache ist besonders hängen geblieben : „Wir leben nicht in Probezeit, das Leben ist jetzt!“. Es gibt kein danach. Ich muss nicht warten dass die Kinder gross sind, dass das Haus ausbezahlt ist, dass die Rente gekommen ist…. Das Leben ist jetzt.
 
Es geht nicht nur um den Besitz von materiellen Dinge, es geht um, endlich, die Erfahrungen und Erlebnisse zu machen die man immer machen wollte. Ihr habt alles in euren Hände und es ist nicht zu spät.
 

Jetzt!

Vielleicht geht es Morgen nicht mehr, oder ihr seid nicht mehr da.
 
Es geht um raus aus der „Comfort Zone“ zu gehen, neue Sachen auszuprobieren, nach unseren Träumen zu streben und sich von falschen Sicherheiten, die in Wirklichkeit nur Ballast sind, zu trennen.
 

Es geht um den Mut, sich selber treu zu werden.

Und wenn wir eines Tages endgültig nach Hause gehen werden, werden wir einen einzigen Schatz mitnehmen dürfen, und zwar, das, was wir in uns tragen können. Um diesen Schatz geht es und um unser Bedürfnis dieses aufzubauen.
 
Das heisst nicht das wir nur „Seelenwesen“ werden müssen, wir sollten einfach nur lernen zu geniessen, loszulassen und jede Erfahrung willkommen zu heissen.
Es gibt so viel schönes, so viel leidenschaftliches, so viel lustiges und so viel cooles zu entdecken.
 
Ich will Autos und Motorräder, Frauen und Männer, schönes Gewand sowie faszinierende Accessoires anschauen, ich will über Sachen, die mir gefallen und mich bewegen, reden und offen diskutieren, ich will gute Weine, Kaffees und Whiskies trinken, ich will über alles lachen dürfen, auch über dumme Witze. Ich will mich wohlfühlen, äusserlich so wie innerlich um nach dem besten Leben Ausschau zu halten. 
 

Weil wir es verdient haben, weil wir dafür hier sind.

 
Falls ihr dabei seid, fängt unsere Reise an, genau hier, genau heute.
Alles Liebe
G
 

FOTO CREDIT: Danke!!!!!  Stefan Gergely (STETER – www.steter.com) meinem coolsten Freund mit fotografischen Genie-Genen!!!

4 comments

  1. Ursula Springer 9 August, 2017 at 14:49 Antworten

    ….Erst vor ein paar Tagen hab‘ ich mich gefragt, warum ich schon länger nichts von Dir gelesen habe… Tut mir sehr leid, Giorgio, dass Dir Schlimmes widerfahren ist! Aber schön, dass Du wieder da bist! Ich lese Deine Artikel sehr gern. Weiterhin alles Liebe und Gute – in bocca al lupo! Ursula

  2. Andreas 9 August, 2017 at 22:11 Antworten

    Servus Giorgio – sieht nach einer Knieverletzung aus. Da kenne ich mich ein wenig aus, nachdem ich mir vor ein paar Jahren den Schienbeinkopf zertrümmert hatte. 16 Wochen inklusive Rehab man Weissen Hof. Ich wünsche Dir viel Kraft und eine baldige Genesung. Ich kann gut nachvollziehen, wie rasch sich doch das Leben ändern kann.
    Alles Liebe
    Andreas

    • GSironi 10 August, 2017 at 08:03 Antworten

      Es war nicht so schlimm wie deine Verletzung. Ich habe nur viele Riss Frakturen an Schienbeinkopf gehabt, der Kreuzband weg und Seiten Band eingerissen. Nichtsdestotrotz scheiss mühsam, und ohne Arbeitsunterbrechung, Selbst und ständig. Alles Liebe!!! Vielleicht sehen wir uns bald.

Sag mir was du denkst!!